Die Empfehlungen der Rentenkommission sorgen auch in Sachsen für Gesprächsstoff. Die Linken befürchten eine wachsende Altersarmut als Folge der geplanten Reform. Die Pläne der Bundesregierung bedeuteten vor allem Rentenkürzungen, erklärte die Linksfraktion im Sächsischen Landtag. «Die Statistik der Lebenserwartung sagt nichts über die Erwerbsbiografien der Menschen aus. Viele können schon heute nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten – ihre Altersbezüge werden also gekürzt, wenn der Renteneintritt weiter verschoben wird.»
Schaper bezog sich auf die Empfehlungen der Rentenkommission, die nach Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nun vollständig umgesetzt werden sollen. Eine Empfehlung betrifft die Einführung einer «Kapitalrente». Dafür soll der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hälftig gezahlte Rentenbeitrag um bis zu zwei Prozentpunkte erhöht werden. Das gesetzliche Rentenalter soll über 67 Jahre hinaus in den nächsten Jahrzehnten in kleinen Schritten weiter steigen, gekoppelt an die Lebenserwartung.