Gastronomie, Handel, Landwirtschaft: Viele Unternehmen in Sachsen setzen seit Jahren auf Minijobber, um Arbeitsspitzen zu bewältigen und Personal flexibel einsetzen zu können. Und vielen Menschen ermöglichen sie einen Zuverdienst als Nebenjob, zur Rente oder während des Studiums. «Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten», sagt Axel Klein vom Hotel- und Gaststättenverband und warnt vor einem Wegfall. Auch andere Branchen sehen entsprechende Pläne mit Sorge. Ganz anders bewertet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den Vorstoß.
Bei einem Minijob ist der Verdienst auf 603 Euro pro Monat oder 7.236 Euro im Jahr begrenzt. Der Arbeitnehmer zahlt keine Sozialabgaben, der Arbeitgeber eine Pauschale von etwas über 30 Prozent - inklusive Renten- und Krankenversicherung. Die Rentenkommission der Bundesregierung hatte jüngst vorgeschlagen, Minijobs regulär in die gesetzliche Rente einzubeziehen - Ausnahmen soll es nur noch für Schülerinnen und Schüler geben.