Dynamo vor Umbruch? Kader wächst – nächste Abgänge bahnen sich an
Dynamo Dresden hat auf dem Winter-Transfermarkt ordentlich zugeschlagen. Sechs Neuzugänge präsentierte die SGD bislang, lediglich Mittelfeldspieler Aljaz Casar verließ den Verein. Den Slowenen zog es in die 3. Liga zum MSV Duisburg.
Doch genau hier liegt das Problem: Der Kader ist inzwischen prall gefüllt. Aktuell stehen 31 Spieler unter Vertrag – klar ist, dass bei dieser Größe nicht jeder auf seine gewünschte Einsatzzeit kommen wird.
Ein Abgang scheint sich bereits abzuzeichnen. Dominik Kother steht kurz vor dem Abschied. Der 25-Jährige hatte bereits zu Jahresbeginn seinen Wechselwunsch hinterlegt, Dynamo zeigte sich gesprächsbereit. Mittlerweile kickt der Außenbahnspieler nur noch für die U21. Zwar gab es Interesse von Rapid Wien sowie einem weiteren österreichischen Erstligisten, konkret wurde es bislang aber nicht. Gerüchten zufolge könnte es Kother nun zurück zum SSV Jahn Regensburg in die 3. Liga ziehen.
Auch Youngster Jonas Oehmichen gilt als Wackelkandidat. Das 21-jährige Eigengewächs kommt bislang kaum zum Zug und soll laut BILD in die 3. Liga verliehen werden. Wohin genau, ist aktuell noch offen.
Besonders in der Innenverteidigung herrscht bei Dynamo ein Überangebot. Mit Leihgabe Thomas Keller (1. FC Heidenheim) scheint die SGD ihren neuen Abwehrchef gefunden zu haben – der Verteidiger traf in seinen ersten beiden Einsätzen sogar jeweils selbst. Neben ihm ist auch Julian Pauli fest gesetzt. Dahinter lauern jedoch gleich mehrere Alternativen: Lars Bünning, Lukas Boeder, Claudio Kammerknecht und Friedrich Müller. Und mit Andi Hoti vom 1. FC Magdeburg könnte sogar noch ein weiterer Innenverteidiger folgen – hier geht es aktuell nur noch um die Ablöse.
Für Claudio Kammerknecht wird die Situation zunehmend schwierig. Der Vertrag des 26-Jährigen läuft im Sommer aus. Während Trainer Thomas Stamm eine Verlängerung wollte, entschied Sportgeschäftsführer Sören Gonther offenbar anders. Kammerknecht stand in den ersten beiden Rückrundenspielen nicht im Kader, auch in der Hinrunde waren seine Einsatzzeiten überschaubar. Ein Abschied noch im Winter ist möglich – zumal Dynamo so noch eine Ablöse generieren könnte.
Gonther erklärte dazu:
„Bis zum 2. Februar ist das Fenster offen. Ich kann jeden verstehen, wenn er kommen und sagen würde: Wir müssen reden. Es gibt die und die Möglichkeit, da sind wir sicher bei dem einen oder anderen gesprächsbereit.“
Fest steht: Sören Gonther hat dem Dynamo-Kader spürbar neuen Schwung verpasst und baut die Mannschaft konsequent um – bislang mit Erfolg. Zwei Spiele, zwei Siege zum Rückrundenstart. Auch die Stimmung innerhalb des Teams soll weiterhin hervorragend sein.
(PS)