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Pyro, Gewalt, Verletzte: Fußball-Chaos beim Elb-Clásico in Magdeburg

(Bild: Pixabay)
(Bild: Pixabay)

Bei einem dramatischen Elb-Clásico siegte Dynamo Dresden mit 2:1 über den 1. FC Magdeburg. Doch dieser Fußballabend wird durch gewaltsame Ausschreitungen, zahlreiche verletzte Polizisten und pyro-technische Zwischenfälle überschattet.

Dynamo feiert Derbysieg – Elb-Clásico von massiver Gewalt überschattet

Sportlich läuft es für Dynamo Dresden zum Rückrundenstart optimal. Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Greuther Fürth feierten die Schwarz-Gelben nun auch auswärts einen 2:1-Sieg beim 1. FC Magdeburg. Damit gewann Dynamo das Elb-Clásico und holte den zweiten Sieg in Folge.

Doch der Fußball geriet an diesem Abend schnell zur Nebensache. Rund um das Zweitliga-Duell kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen zahlreiche Einsatzkräfte verletzt wurden.

Pyrotechnik sorgt für Verzögerungen und Unterbrechungen

Bereits vor dem Anpfiff brannten im Stadion zahlreiche pyrotechnische Gegenstände aus dem Magdeburger Fanblock. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste der Spielbeginn um mehrere Minuten verschoben werden.

Auch nach der Pause kehrte keine Ruhe ein. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten rund 3000 mitgereiste Dynamo-Fans Pyrotechnik. Die Partie wurde daraufhin für etwa neun Minuten unterbrochen.

Polizei verhindert Durchbruch Richtung Gästeblock

Besonders brisant: Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit versuchten Anhänger des 1. FC Magdeburg laut Polizei, im Außenbereich des Stadions in Richtung des Gästeblocks vorzudringen. Die Einsatzkräfte konnten den Vorstoß stoppen, wurden dabei jedoch massiv angegriffen.

Dabei kam es zu Steinwürfen sowie zum gezielten Beschuss mit Pyrotechnik. Auch Absperrgitter, Gehwegplatten und sogar ein Gullydeckel sollen als Wurfgeschosse benutzt worden sein.

Mindestens 64 verletzte Polizisten

Das Innenministerium Sachsen-Anhalt sprach im Anschluss von mindestens 64 verletzten Polizisten. 17 Einsatzkräfte mussten wegen erheblicher Verletzungen stationär in Krankenhäusern behandelt werden.

Am Spieltag waren mehrere hundert Beamtinnen und Beamte aus verschiedenen Bundesländern sowie Kräfte der Bundespolizei in Magdeburg im Einsatz. Die Ermittlungen werden nun von einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe geführt.

Deutliche Kritik von der Gewerkschaft der Polizei

Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt verurteilte die Ausschreitungen rund um das Elb-Clásico scharf. In einer Stellungnahme stellte die GdP klar, dass Fußball Menschen zusammenbringen solle und nicht Einsatzkräfte, Fans oder unbeteiligte Dritte in Gefahr bringen dürfe.

„Fußball soll Menschen zusammenbringen – nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen“, hieß es in der Erklärung. Weiter erklärte die Gewerkschaft: „Wer Pyrotechnik in dicht gefüllten Blöcken zündet, Raketen und Böller in Menschenmengen wirft oder Polizeikräfte angreift, hat jedes Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier reden wir über Straftäter.“

(PS)