Rund 2.000 Kulturpaläste und -häuser gab es einst in der DDR - viele von ihnen sind 35 Jahre nach dem Mauerfall nicht mehr existent. «Heute steht noch etwa die Hälfte», schätzt Uta Bretschneider, die Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. Und: Viele der noch existierenden Gebäude seien ebenfalls in ihrem Bestand gefährdet. Als Beispiele nannte sie die früheren Kulturpaläste in Unterwellenborn in Thüringen, in Schkopau in Sachsen-Anhalt und im brandenburgischen Lauchhammer.
«Alle eint, dass sie mit dem Ende der DDR ihre Funktion zunächst verloren haben und in Größe und Substanz zur Last für Kommunen und Besitzerinnen und Besitzer, nicht selten auch zu Spekulationsobjekten wurden», beschreibt Bretschneider die Ausgangslage. Dabei hätten gerade in ländlichen Gegenden die Häuser aus ihrer Sicht noch gemeinschaftsstiftendes Potenzial und könnten Konzerte und andere Veranstaltungen in Dörfer und Kleinstädte bringen.