Die Verhandlungen zogen sich über Jahrzehnte, nun aber steht das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen kurz vor dem Start. Mit ihm öffnet sich ein gemeinsamer Markt mit über 700 Millionen Konsumenten – und das hat auch Auswirkungen auf die Reisetätigkeit zwischen Europa und Südamerika.
Handelshemmnisse fallen – Geschäftsreisen steigen
Das Abkommen sieht vor, dass Zölle auf zentrale Produkte wie Autos, Maschinen oder Chemikalien stark reduziert oder sogar abgeschafft werden. Für Unternehmen in Sachsen und ganz Deutschland bedeutet das: Der Zugang zu den Märkten in Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay wird erheblich erleichtert.
Damit verbunden ist ein Anstieg an Geschäftsreisen nach Südamerika. Manager, Vertriebsmitarbeiter und Techniker werden in Zukunft häufiger vor Ort sein, um neue Niederlassungen zu betreuen, Investitionsmöglichkeiten zu prüfen oder Partnerschaften zu vertiefen. Auch Messe- und Kongressreisen dürften zunehmen, denn viele internationale Veranstaltungen der Branchen Landwirtschaft, Rohstoffe und Industrieproduktion finden traditionell in südamerikanischen Metropolen statt.