Der sächsische Einzelhandel ist vom bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes enttäuscht. «Insgesamt hat das überwiegend sehr durchwachsene Weihnachtsgeschäft zwar hin zu Heiligabend Fahrt aufgenommen, das reicht aber bislang leider noch nicht, um die Hoffnungen und Erwartungen eines großen Teils der Einzelhändler zu erfüllen», sagte René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Sachsen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Auch die typischen Last-Minute-Einkäufe hätten sich insgesamt in Grenzen gehalten. Real würden die Umsätze des Handels nach ersten, noch vorsichtigen Prognosen unter dem Vorjahr liegen.
Glaser zufolge waren schon die Vorzeichen für das Weihnachtsgeschäft wenig ermutigend. Hinzu gekommen seien Ende November und Anfang Dezember noch ungünstige Wetterverhältnisse. «Unsere Hoffnung liegt jetzt aber darauf, dass sich an den Tagen nach dem Fest - also an den Tagen zwischen den Jahren, wo viele Menschen traditionell in Sachsen zu Besuch sind, Urlaub haben und Geldgeschenke umsetzen - eine kleine Schlussrallye entwickelt und die endgültige Bilanz der Einzelhändler am Jahresende dann doch noch versöhnlich ausfällt.»