Immer wieder werden im Osten Deutschlands Elche gesehen. Seit dem Frühjahr etwa durchstreift Elchkuh Elwira die Wälder Sachsens. Nach einem Ausflug nach Sachsen-Anhalt ist sie zuletzt in der Dübener Heide auf sächsischer Seite gesichtet worden. Ein weiterer Elch wurde im Oktober im Leipziger Neuseenland gesehen. In Brandenburg und Vorpommern sind die Tiere regelmäßig unterwegs und auch bis nach Thüringen hat es eine Elchkuh vor rund zwei Jahren schon geschafft. Sind die Tiere gekommen, um zu bleiben?
Woher kommen die Tiere?
Überwiegend kommen die Elche aus Polen, wo die Population im Osten des Landes mittlerweile rund 30.000 Tiere und mehr beträgt. Aber auch aus Tschechien wandern mitunter Elche ein, so Biologe Striese. Die Grenzregion zwischen Österreich, der Tschechischen Republik und Deutschland beherbergt das südwestlichste Vorkommen von Elchen in Kontinentaleuropa, schätzt die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.
Rund 20 Tiere leben vorwiegend auf tschechischer Seite im Nationalpark Šumava. Von dort stammt auch Elch Emil, der im Sommer mehr als einen Monat lang durch Nieder- und Oberösterreich wanderte und schließlich durch einen Betäubungsschuss gestoppt wurde.
Wohin wandern die Elche, die immer wieder gesehen werden?
Elche sind Einzelgänger und suchen sich in der Regel eine Stelle, wo es ihnen gefällt - «und dort bleiben die dann auch gegebenenfalls ihr ganzes Leben lang», so Striese. Weil die Tiere gut und gern eine Tagesstrecke von 30 Kilometern absolvieren können, sieht man sie mitunter eben auch deutlich weiter entfernt von der deutschen Grenze, etwa in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Abgesehen vom Brandenburger Elch Bert scheinen die Tiere im Osten Deutschlands bislang in der Regel irgendwann umzukehren und zurückzugehen.