Für Dynamo Dresden wird es im Topspiel gegen Hertha BSC ein emotional belastender Abend. Vor dem Zweitligaspiel unter Flutlicht wird an Club-Ikone und Ehrenspielführer Hans-Jürgen Kreische erinnert, der in der Nacht zum 1. April gestorben ist. Danach müssen die Elbestädter im Abstiegskampf sofort voll da sein. «Wenn eine Persönlichkeit, wie er es war, die Welt verlässt, dann beschäftigt das jeden in und um den Verein. Das sind Nachrichten, die man nie hören will und trotzdem erdet es einen vor so einem Highlightspiel. Alleine der Begriff ´Ehrenspielführer´zeigt, was er für eine Zeit geprägt und für den Verein geleistet hat», sagte Cheftrainer Thomas Stamm vor der Begegnung an diesem Samstag (20.30 Uhr/RTL Nitro und Sky). Gleichzeitig will er seine Mannschaft wachrütteln. «Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und die Eindrücke von außen versuchen auszublenden. Es geht um drei wichtige Punkte in einem Spiel, auf das wir alle Vorfreude haben. Wir müssen bei uns bleiben und bei dem, was wir beeinflussen können», betonte Stamm, der weiterhin auf den langzeitverletzten Lennart Grill verzichten muss. Außerdem fehlen Stefan Kutschke (Gelbsperre) sowie Vinko Šapina (Rückenprobleme) und Elias Bethke (Bauchmuskelzerrung). Hertha hofft auf den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Spielen. Eine Resthoffnung auf den Aufstieg gibt es noch, auch wenn das öffentlich niemand aus dem Berliner Team ansprechen will. Aufsteiger Dresden musste zuletzt in Paderborn (1:2) einen Rückschlag hinnehmen. Dafür überzeugte der Tabellenzwölfte mit einem 6:0 zu Hause gegen Preußen Münster. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenStamm: «Müssen bei uns bleiben»