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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

So werden in Deutschland Gewinne aus Glücksspiel versteuert

Quelle: https://unsplash.com/photos/h2aDKwigQeA
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Spielbankbesuche sind für viele Menschen ein abwechslungsreicher Zeitvertreib. Nicht nur Einwohner, sondern auch Touristen besuchen hin und wieder die zentral gelegenen Spielangebote, um ihr Glück herauszufordern. Nur passiert eigentlich, wenn man sich Gewinne ausschütten lässt? Müssen diese verteuert werden? Aber wie sieht das eigentlich im Falle eines Gewinnes mit der Steuer aus? Trifft das auch auf Sportwetten zu? Und welche Besonderheit gibt es beim Poker? Wir versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen und klären darüber auf, wer wann Steuern zu zahlen hat und wer nicht. 

Steuerfreier Automatengewinn – diese Bedingungen müssen erfüllt sein 

Ein Abend in der Spielbank Dresden ist ein Stück Kultur, das viele Menschen gern erleben. Aber was passiert, wenn Fortuna Einzug hält und die Kasse klingelt? Klopft dann der Fiskus an die Tür und möchte seinen Anteil haben? Gute Nachrichten: Bei Gewinnen aus Glücksspiel wird das Finanzamt keine Forderung stellen. Allerdings müssen dabei die nachfolgenden Bedingungen erfüllt worden sein. 

  • Gewinn innerhalb der EU: Nur für Glücksspielgewinne in der EU gilt die Steuerfreiheit. Wird im Casino in Dresden gespielt, stellt sich die Frage daher nicht. Das beliebte Spielhaus versteuert seine Umsätze bereits und kann so steuerfreie Gewinne an seine Gäste auszahlen.
  • Keine berufliche Spieltätigkeit: Die zweite Regel besagt, dass der Spieler nicht von Berufs wegen zocken darf. Beim klassischen Automatenspiel ist das schwer möglich, beim Poker hingegen gab es schon mehrmals die Einstufung als Berufsspieler.

Die Steuerfreiheit gilt nicht nur auf das Automatenspiel, sondern auch auf alle anderen Glücksspiele, bei denen es überwiegend auf das Glück ankommt. So zum Beispiel auch Roulette und Blackjack, was in der Spielbank Dresden gespielt werden kann. 

Sonderfall Berufsspieler – wenn Glücksspiel zur Einnahmequelle wird 

Eines der beliebtesten Glücksspiele der Welt ist Poker und genau hier gibt es einen steuerlichen Sonderfall. Pokerspieler, die ihr Lebenseinkommen durch die Teilnahme an Turnieren bestreiten, sind einkommensteuerpflichtig. Die Gewinne werden in diesem Fall als Einkommen gezählt und müssen als solches in Deutschland versteuert werden. Ob und wann die Einstufung als Berufsspieler erfolgt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

In der Vergangenheit gab es bereits Online-Poker-Spieler, die rückwirkend horrende Steuern für ihre Gewinne bezahlen mussten. Das ist dann möglich, wenn ein Gericht den Spieler nachträglich als Berufsspieler einstuft. Wer gelegentlich in der Spielbank Dresden ein wenig Spaß beim Poker hat, wird deswegen noch lange nicht als beruflicher Spieler geführt.

Zinsen aus Glücksspielgewinnen unterliegen der Steuerpflicht 

Wer im Casino Dresden eine nette Gewinnsumme erzielt, freut sich natürlich erst einmal über die Steuerfreiheit. Das Geld wird aufs Bankkonto eingezahlt oder womöglich gewinnbringend angelegt. Wenn nun Zinsen ausgeschüttet werden, müssen diese versteuert werden. Dabei gilt aber ebenfalls eine Sonderregelung. Im ersten Jahr nach dem Gewinn sind Zinserträge steuerfrei. Erst ab dem zweiten Jahr müssen Abgeltungssteuern bezahlt werden. Der Steuersatz liegt bei 25 %. Es spielt keine Rolle, ob der Gewinn in einem Fonds, auf einem Sparkonto oder klassisch auf dem Bankkonto geparkt wird. 

Glücksspielgewinne bei Sportwetten – welche Regeln gelten hier?

Dynamo Dresden hat als Fußballverein eine große Fangemeinde um sich geschart. Nicht nur das Zuschauen im Stadion ist für viele Fans ein Highlight, sondern auch Sportwetten spielen eine Rolle. Wer an seinen Verein glaubt, möchte hier natürlich einen Tipp auf den Sieg abgegeben. Aber wie sieht es mit der Steuer aus?

Mit dem Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland vom 1. Juli 2021 wurde die Wettsteuer von 5 % auf 5,3 % erhöht. Die Wettsteuer müssen die Anbieter von Glücksspiel an den deutschen Staat abführen. Damit verdient der Fiskus an jedem eingesetzten Euro. Dafür sind aber Gewinnen von Spielenden steuerfrei.

Wenn also ein Dynamo-Fan einen Einsatz von 10 Euro hat, wird dieser mit 5,3 % versteuert. In den meisten Fällen ziehen die Wettanbieter die Steuern direkt beim Tipp ein. Nur einige wenige Wettanbieter erlassen ihren Kunden die Steuern und zahlen sie selbst. Gratis ist das aber auch nicht. In diesem Fall macht sich das „Geschenk“ anhand der Quoten bemerkbar. Die werden verschlechtert, um die Steuer wieder reinzuholen.

Die gute Nachricht: Gewinne aus Sportwetten, unabhängig von ihrer Höhe, müssen, genau wie bei Online Casinos (z.B. www.casumo.de) oder terrestrischen Spielbanken keine Steuern auf erzielte Gewinne bezahlen, denn Sportwetten werden, anders als in Österreich, in Deutschland als Glücksspiel gewertet. da es nach Ansicht des Fiskus keine Möglichkeit gibt, das Ergebnis zu beeinflussen. Das stimmt zwar nicht ganz, denn mit Wissen und Vorinformationen lassen sich Wahrscheinlichkeiten erreichen. Dennoch ist es für Spieler gut zu wissen, dass sie in Deutschland keine Steuern auf ihre Gewinne bezahlen müssen.

Streitigkeit Profi-Spieler – auch bei Sportwetten könnte die Einstufung erfolgen 

Anders könnte es bei Profi-Spielern aussehen. Wer mit Wetten auf Dynamo Dresden nicht nur gelegentlich Glück hat, sondern seinen Lebensunterhalt davon bestreitet, muss aufpassen. Wird kein weiterer Job ausgeübt und die Wettgewinne reichen zum Überleben, könnte der Fiskus den Spieler als „Profi“ einstufen. Bislang gibt es hier in Deutschland aber noch nicht viel Praxis. Aktuell trifft das eher auf Pokerspieler zu. 

Online oder offline – gibt es einen Unterschied?

Bezüglich der Steuer spielt es keine Rolle, ob die Spielbank vor Ort besucht wird oder ob ein Online-Casino genutzt wird. Entscheidend ist, mit welchem Spiel der Gewinn erzielt wurde. Auch die Höhe des Einsatzes ist nicht relevant. Der Gewinn wird ausgezahlt und darf nun zur freien Verfügung verwendet werden.

Beachtet werden muss dabei, dass staatliche Spielbanken und Online-Spielbanken unterschiedliche Regelungen haben. So ist es in der Online-Spielothek beispielsweise festgelegt, dass pro Runde am Online-Slot höchstens ein Euro eingezahlt werden darf. Dies regelt der neue Glücksspielstaatsvertrag im § 22a Abs. 7. Für Online-Casino gilt die ein Euro Regel nicht. Auch bei den terrestrischen Spielbanken in Sachsen gibt es die Einsatzgrenze von einem Euro nicht. 

Lediglich hinsichtlich der Gewinnhöhe hat die staatliche Spielbank in Sachsen eine Limitierung von maximal 200.000 Euro pro Besuch. Bei Gewinnen ab 2.000 Euro müssen die Spielbanken den Gewinner oder die Gewinnerin laut Geldwäschegesetz (GWG) identifizieren. 

Fazit: Gewinne aus Glücksspiel sind überwiegend steuerfrei

Das Thema Steuern beschäftigt viele Menschen spätestens dann, wenn sie beim Glücksspiel einen hohen Gewinn erzielen konnten. Wohin mit dem Wettgewinn? Was tun mit den Lottomillionen? Wie viel davon geht an den Staat. Hier kann gesagt werden, dass in Deutschland faire Regeln gelten. Einen Gewinn nicht versteuern zu müssen, bringt natürlich mehr Bares aufs Konto. Bei sehr hohen Gewinnen greift die Zinssteuer ab dem zweiten Jahr, doch der eigentliche Hauptgewinn bleibt unangetastet. Ist der Gewinn innerhalb des ersten Jahres ausgegeben, wird auch keine Zinsversteuerung nötig.