CDU und SPD verhandeln Haushalt mit Grünen und Linken weiter
Sachsens Minderheitskoalition aus CDU und SPD verhandelt mit Grünen und Linken über den Doppelhaushalt 2027/2028. Mit den beiden Fraktionen gebe es eine Vereinbarung zu weiteren Gesprächen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Hartmann. Ziel sei es, bis Ende Dezember einen Haushaltsbeschluss zu erreichen. Nun gehe es darum, sich alle Vorschläge von Linken und Grünen, aber auch die eigenen mit offenem Visier anzugucken, ergänzte der SPD-Fraktionsvorsitzende Henning Homann. Er wertete die Einigung als Zeichen einer funktionierenden Minderheitsregierung. «Wir sind handlungsfähig. Wir haben einen Plan für dieses Land», sagte der Sozialdemokrat. Bereits beim vergangenen Doppelhaushalt hatten Grüne und Linke als Mehrheitsbeschaffer gedient. CDU und SPD fehlen zehn Stimmen für eine eigene Mehrheit. Da die AfD sich nicht am Konsultationsmechanismus beteiligt und auch als Partnerin ausgeschlossen wird, kamen für eine Mehrheitsbildung nur das BSW (15 Mandate), Grüne (7) und Linke (6) infrage. Auch mit dem BSW habe man in konstruktiver Atmosphäre über den Haushalt gesprochen, sagte Hartmann. Die Forderungen des BSW zum Generationenfonds für die Absicherung der Beamtenpensionen und zur Sächsischen Aufbaubank bezeichnete er jedoch als nicht tragfähig. «Deswegen haben wir auch dem BSW heute eine Absage für weitere Haushaltsverhandlungen übersandt.» Die Einigung mit Grünen und Linken sieht Änderungen in Höhe von 300 Millionen Euro gegenüber dem Regierungsentwurf vor. Das entspricht weniger als einem Prozent des vorgesehenen Gesamtvolumens von rund 53,5 Milliarden Euro. Die zusätzlichen Mittel sollen aus dem zu erwartenden Handlungsspielraum kommen, der sich aus der Herbststeuerschätzung ergeben soll, die voraussichtlich am Dienstag veröffentlicht wird. Wo das Geld eingesetzt werden soll, ist Teil der Verhandlungen der vier Fraktionen. Schwerpunkte könnten in den Bereichen Soziales und Kultur liegen. Der erste Gesprächstermin ist am Mittwoch geplant. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenGrüne und Linke hatten bereits letzten Haushalt gestützt
Absage an das BSW
Änderungen über 300 Millionen vereinbart