Alexander Würzburg hat in seinem Lager im Klärwerk Kaditz gerade eine große schwarze Gummiblase an den Schlauch angeschlossen und befüllt sie mit Druckluft. Bei 0,3 Bar ist der vorgeschrieben Prüfdruck erreicht, die Blase schon kräftig angeschwollen. Im Fall der Fälle presst sich die Gummiblase fest an die Wände und verschließt den Kanal. Deshalb wird sie Absperrblase genannt, die wie bei einem Fahrradmantel aus einem robustem Verbund aus Textil- und Gummimaterial besteht. Es gibt sie nicht nur in runder Ausführung, sondern auch als eiförmige Dichtkissen. So können sie sich an jede Kanalform anpassen.
„Damit können Kanäle abgesperrt werden, wenn Risse in den Wänden auszubessern oder andere Instandhaltungen auszuführen sind oder bei Havarien“, erklärt der 48-jährige Abwasserfachmann. Nach seiner im Jahr 2000 abgeschlossenen Lehre zum Ver- und Entsorger bei der Dresdner Stadtentwässerung hatte er lange als Kanalbetriebsarbeiter und später im Team Spezialtechnik im Dresdner Kanalnetz gearbeitet. Er kennt es aus dem Effeff. Seit zwei Jahren ist Würzburg fürs Fahrzeugwesen und die Lagerverwaltung zuständig – und damit auch für diese Absperrblasen, von denen 48 in seinem Lager liegen.