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Tschechien modernisiert seine Zug-Flotte massiv

Symbolbild Zug / pixabay wal_172619
Symbolbild Zug / pixabay wal_172619

Česke Drahy rüstet massiv auf: 822 neue Fahrzeuge, fast 45.000 klimatisierte Plätze. Zeitgleich werden zahlreiche alte Wagen und Lokomotiven verschrottet.

Die Tschechischen Bahnen (České dráhy | ČD) modernisieren ihre Flotte so massiv wie nie zuvor. Hunderte neue Fahrzeuge sollen künftig mehr Komfort beim täglichen Pendeln zur Arbeit, zur Schule und in der Freizeit bringen. Die Maßnahmen bedeuten aber auch, dass zahlreiche ältere Wagen und Lokomotiven ausgemustert werden müssen, um Platz in Depots und Abstellbahnhöfen zu schaffen. Das teilte Tschechien.News mit. 

„In diesem Jahr erreicht die rund vierjährige Phase der größten Modernisierung unserer Züge ihren Höhepunkt. In dieser Zeit haben wir 110 zweiteilige und dreiteilige RegioPanter, 106 motorisierte RegioFox, 20 ComfortJet und 150 Siemens Vectron-Lokomotiven in Betrieb genommen. 50 davon gingen direkt in unser Eigentum, 100 wurden gemietet. Hochgerechnet auf einzelne Wagen oder Wagenverbände ergibt das 822 neue Fahrzeuge mit fast 45.000 klimatisierten Sitzplätzen“, erklärt Michal Krapinec, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Tschechischen Bahnen. Um diese Flut neuer Züge aufzunehmen, sei es notwendig gewesen, Gleise in Depots freizuräumen.

Von der Aussortierung sind sowohl Triebfahrzeuge als auch Personenwagen betroffen. Im vergangenen Jahr wurden 279 alte Fahrzeuge verschrottet – das entspricht ungefähr einem täglich ausgesonderten Wagen oder einer Lokomotive. Besonders viele klassische Wagen mit Ledersitzbänken, sogenannte „Koženky“, verschwinden. Neben Verschrottungen wurden 43 Wagen verkauft, darunter Motorwagen der Reihe 810, Beiwagen und verschiedene Schnellzugwagen vom Typ UIC‑Y/B 70, vor allem der Reihe B249, sowie einige historische Fahrzeuge.

Für dieses Jahr planen die ČD, bis zu 500 alte Wagen und Lokomotiven aus dem Bestand zu entfernen. Vorgesehen sind unter anderem ältere Lokomotiven der Reihe 242, Motorwagen der Reihe 810 und nach deren Ausscheiden auch die Reihe 854 sowie verschiedene UIC‑Y/B 70‑Personenwagen (B249, Bdt, BDs) und die sogenannten „Honecker“-Wagen. Parallel werden nicht mehr benötigte Fahrzeuge erneut an Interessenten im In‑ und Ausland verkauft; Käufer kamen bereits aus Tschechien, Deutschland und Polen, unter anderem für elektrische Lokomotiven der Reihen A‑1216 und 380. Die Bahnen betonen, dass der Umbau langfristig zu mehr Komfort und Zuverlässigkeit im Personenverkehr führen soll.

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