Die Schlosskapelle Tiefenau, ein Meisterwerk sächsischer Baukunst des frühen 18. Jahrhunderts, wird jetzt saniert. Das teilte das Landesamt für Denkmalpflege am Mittwoch mit. Die Schlosskirche musste wegen Bauwerksschäden geschlossen werden. Gottesdienste und Orgelkonzerte waren nicht möglich.
Die Kirche, die 1716/17 durch die Stiftung der Reichsgräfin Elisabeth Friederike von Pflugk entstand, bewahrt nahezu vollständig ihre originale Ausstattung. Dazu gehören eine Stuckdecke aus der Schule Balthasar Permosers sowie eine beeindruckende Silbermannorgel. Besonders bemerkenswert ist die gestalterische Nähe zur Dresdner Frauenkirche, die dem Bauwerk ein einzigartiges Flair verleiht.
Aktuell ist der Kirchenraum aufgrund akuter Schäden gesperrt und weder für Gottesdienste noch für Besichtigungen zugänglich. Nach dem Weihnachtsgottesdienst 2023 kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Teil des Deckenstucks herabstürzte. Zudem sind gefährliche Rissbildungen sichtbar geworden. Starke klimabedingte Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen haben die Schäden deutlich verschärft.