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Sachsen: 44 gefälschte Arzneimittel beschlagnahmt

Symbolbild gefälschte Arzneimittel / pixabay HeungSoon
Symbolbild gefälschte Arzneimittel / pixabay HeungSoon

Landesdirektion und Hauptzollamt Dresden stellten 2025 in Sachsen 44 Lieferungen sicher: Honige, Kräuterpasten und Trinkschokoladen enthielten unerlaubte Potenzmittel und Appetitzügler.

Die Landesdirektion Sachsen (LDS) und das Hauptzollamt Dresden haben 2025 in Sachsen 44 Lieferungen aus Nicht-EU-Ländern als gefälschte Arzneimittel eingestuft und sichergestellt. Betroffen waren spezielle Honige, Kräuterpasten und Trinkschokoladen, die in 29 Fällen Potenzmittel und in 15 Fällen Appetitzügler enthielten. Die Waren konnten so nicht in den Verkehr gelangen. Das teilte die Landesdirektion mit.

Verdächtige Sendungen wurden von Beamten des Hauptzollamtes Dresden festgestellt und vorläufig in Verwahrung genommen. Apotheker der Landesdirektion übernahmen die weitere Prüfung und Einordnung. Wo es erforderlich war, wurden Laboruntersuchungen veranlasst, um nichtdeklarierte Wirkstoffe eindeutig nachzuweisen. „Wir schützen gemeinsam mit dem Hauptzollamt die Verbraucher vor Lebensmitteln, die illegal mit Arzneiwirkstoffen versetzt sind. Diese Produkte können gesundheitliche Schäden hervorrufen. Arzneimittel mit den festgestellten Wirkstoffen sind in Deutschland zulassungs- und verschreibungspflichtig und werden nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt“, so LDS-Präsident Béla Bélafi.

Wird bei der Untersuchung festgestellt, dass gesundheitsschädliche Potenzmittel oder Appetitzügler nicht deklariert sind, werden die Produkte als gefälschte Arzneimittel eingestuft und sichergestellt. Zusätzlich liegt in diesen Fällen eine unerlaubte Einfuhr von Arzneimitteln vor, was über das Arzneimittelgesetz hinaus straf- oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Konsequenzen haben kann. Die Fälle werden an die Staatsanwaltschaft übergeben. Diese entscheidet im Einzelfall, ob ein Strafverfahren oder ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Einführer eröffnet wird. Parallel informiert die Landesdirektion die zuständigen Fachbehörden in anderen Bundesländern, beim Bund sowie auf EU-Ebene und gibt Warnmeldungen heraus.


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