Jetzt sind es ihrer drei. Rene Jurisch (51), Bauunternehmer aus Meißen-Triebischtal, ist neuer Kandidat der AfD für die Oberbürgermeister-Wahl am 7. September. Er gewann die Abstimmung der AfD am Donnerstagabend in Meißen mit 18 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung. Die Gegenstimmen stammten vermutlich vor allem von der Gruppe um den Landtagsabgeordneten Thomas Kirste. Grüchterweise wollte auch der Riesaer AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hütter, zugleich Bundesschatzmeister, antreten. Er erschien aber nicht.
Dafür kam Sachsens AfD-Vorsitzender Jörg Urban. Er ist gebürtiger Meißner, was in Meißen natürlich gut ankam. Er gratulierte Jurisch und wünschte viel Erfolg. Jurisch postet am Freitagmorgen: "Danke für die Nominierung zum Oberbürgermeisterkandidaten in unserem schönen Meißen." Und erklärte weiter: "Meißen ist die Wiege Sachsens und damit wohl auch eine der wichtigsten und vor allem auch schönsten und ältesten Städte im Freistaat. Als Ureinwohner und örtlicher Bauunternehmer kenne ich beinahe alle Probleme und auch die vielen Sonnenseiten der Stadt." Er wolle sich im Falle seiner Wahl als Angestellter der Bürger betrachten. Seine Geschäfte als Bauunternehmer möchte er in diesem Fall ruhen lassen. Jurisch ist nicht Mitglied der AfD. Er war aber früher als junger Mann Mitglied der NPD, trat dann wieder aus wegen des Antisemitismus in der rechtsextremen Partei.