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Packendes Gerichtsdrama hat in Radebeul Premiere

Ein Kampfpilot. Wird er das gekaperte Flugzeug abschießen? Foto: Landesbühnen/Jungnickel
Ein Kampfpilot. Wird er das gekaperte Flugzeug abschießen? Foto: Landesbühnen/Jungnickel

Am 17. Januar feiert das Gerichtsdrama Terror von Ferdinand von Schirach Premiere in den Landesbühnen Sachsen. Aktuelle Fragen zur moralischen Verantwortung werden erörtert.

Abschießen oder nicht abschießen? Die Premiere von Ferdinand von Schirachs packendem Gerichtsdrama Terror im Theater Radebeul wirft schwierige moralische Fragen auf. In dieser aufwühlenden Inszenierung geht es um die moralische Verantwortung und um Grenzen staatlichen Handelns.

Das Szenario des Stücks ist dramatisch: Ein Terrorist kapert ein Passagierflugzeug mit 164 Menschen an Bord. Die Maschine steuert auf ein vollbesetztes Fußballstadion zu. Der Konflikt eskaliert, als ein Kampfpilot der Luftwaffe die Entscheidung trifft, das Flugzeug abzuschießen, um zehntausende Menschenleben zu retten. Diese Handlung führt zu einem Mordprozess, in dem das Publikum über die Schuld des Piloten urteilen muss.

In dieser besonderen Theateraufführung stehen zentrale Fragen im Raum: Gilt das Gesetz uneingeschränkt, oder gibt es Ausnahmesituationen, in denen ein Rechtsbruch notwendig ist? Vor dem Hintergrund der heutigen Bedrohungslagen und einer fragilen Weltordnung gewinnen diese Thematiken an Aktualität. Wie weit darf der Staat in die Grundrechte seiner Bürger eingreifen, um Gefahren abzuwenden? Befähigt die Gesetzeslage den Staat, in Krisenfällen zu handeln?

Das Theater wird somit zu einem Raum der Erörterung und Abstimmung über entscheidende moralische Dilemmata. Die Inszenierung von Terror wird von Oberspielleiter Jan Meyer verantwortlich geleitet. Bühnen- und Kostümbild stammen aus den Händen von Ausstattungsexperte Ralph Zeger, der mit kreativen Ideen zur visuellen Umsetzung des Stücks beiträgt.

Die Premiere von Terror findet am Samstag, dem 17. Januar, um 19:00 Uhr auf der Hauptbühne im Theater Radebeul statt.

Unterstützt von:

Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH