Einmal im Jahr probt der Chemiestandort Nünchritz gemeinsam mit der Werkfeuerwehr und externen Einsatzkräften den Ernstfall. Bei der Großübung am Donnerstag waren mehrere Szenarien zu bewältigen, in denen ein fiktiver Stoffaustritt an einer Rohrbrücke und wenig später an einem Tanklager simuliert wurden. Das Zusammenspiel der knapp 100 Einsatzkräfte verlief reibungslos. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
In diesem Jahr enthielt die Übung ein dreistufiges, zeitlich versetztes Szenario mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Im Mittelpunkt standen Brandbekämpfung, Rettung und medizinische Erstversorgung von Verletzten, das Abdichten von Rohrleitungen sowie das Niederschlagen von Chemikalien und Emissionen. Auch der Aufbau einer Wasserversorgung für die Löschfahrzeuge war gefordert.

Die Alarmierung der Einsatzkräfte bildete den Auftakt zur Großübung. Kurz nach 16:30 Uhr rückten die ersten Fahrzeuge der Wacker Werkfeuerwehr aus, gefolgt von Freiwilligen Feuerwehren aus Nünchritz und Glaubitz. Dank des reibungslosen Zusammenspiels waren die Leckagen bald unter Kontrolle, und die ausgetretenen Chemikalien wurden mit Löschwasser niedergeschlagen. Die als „verletzt“ geschminkten Statisten wurden von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht und ärztlich versorgt. Michael Witt, Leiter der Wacker Werkfeuerwehr, äußerte sich nach der Übung zufrieden über die Zusammenarbeit: „Die Kooperation zwischen unserer Werkfeuerwehr und externen Rettungskräften ist entscheidend für uns als Chemiestandort.“