Das Pestel-Institut hat im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) eine regionale Wohnungsmarkt-Analyse für den Landkreis Meißen vorgelegt. Demnach gibt es rund 53.400 Wohnungen, die von ihren Eigentümern selbst genutzt werden; 12 Prozent davon sind Eigentumswohnungen. Die Wohneigentumsquote liegt bei 43,3 Prozent und damit knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 43,5 Prozent.
„Deutschland ist somit ein Mieter-Land“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut und ordnet das Ergebnis im europäischen Vergleich ein. Die Studie zeige zugleich, dass der Traum von den eigenen vier Wänden nach wie vor hoch im Kurs stehe, für viele aber zunehmend unerreichbar werde. Besonders betroffen sind laut Studie die 25- bis 40-Jährigen: Von den rund 32.800 Menschen dieser Altersgruppe im Landkreis Meißen könne ein wachsender Teil nur noch zur Miete wohnen. Günther bezeichnet die Gruppe als „Verlierer-Generation“ beim Wohneigentum, weil Jobstarter und Familiengründer heute seltener den Sprung in Eigentum schaffen.