Die sächsische CDU will mit einem «Sachsengeld» Wohneigentum fördern. Damit soll vor allem jungen Familien der Kauf der ersten eigenen Immobilie erleichtert werden, teilte die Partei am Donnerstagabend mit Verweis auf den Entwurf ihres Regierungsprogramms für die kommende Legislaturperiode mit. «Mit dem Geld soll ein Teil der Grunderwerbssteuer für Erstkäufer bei Eigennutzung erstattet werden: 10.000 Euro je Erwerber sowie 5.000 Euro je Kind», hieß es. Diese Unterstützung solle bis zu einer Reform auf Bundesebene gelten, mit der die Länder die Möglichkeit erhalten, derartige Freibeträge für die Grunderwerbssteuer einzuführen.
«Wir wollen, dass sich die Wohneigentumsquote in Sachsen dem bundesdeutschen Durchschnitt annähert», schreibt die Union in ihrem Entwurf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben derzeit etwa 42,1 Prozent der deutschen Haushalte in den eigenen vier Wänden. In Sachsen lag die Quote bei der letzten Erfassung im Jahr 2018 bei 34,6 Prozent. Die CDU möchte sich ferner für neue Modelle genossenschaftlichen Wohnens und Lebens einsetzen, «denn Wohnungsgenossenschaften spielen für das bezahlbare Wohnen eine wichtige Rolle».