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Keine Rückholflüge für Tschechen aus Nahost geplant

Symbolbild Dubai. Hier sind die meisten Tschechen in Nahost gestrandet. Foto: pixabay 8268513
Symbolbild Dubai. Hier sind die meisten Tschechen in Nahost gestrandet. Foto: pixabay 8268513

Außenminister Petr Macinka sieht derzeit keinen Bedarf für Evakuierungsflüge aus dem Nahen Osten. Er verweist auf EU-Partner, warnt vor Eskalation und rät Reisenden zu enger Abstimmung mit Airlines.

Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat am Wochenende  erklärt, die Tschechische Republik plane derzeit keine Rückholflüge für tschechische Bürger, die sich im Nahen Osten aufhalten. Im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen sagte Macinka, dass nach seiner Kenntnis auch kein anderes EU-Land aktuell Evakuierungsflüge vorbereitet. Angesichts der angespannten Sicherheitslage appellierte er an Reisende, die Hinweise der Behörden ernst zu nehmen und ihre weitere Planung an der Entwicklung in der Region auszurichten. Das teilte Radio Prag mit. 

Nach Angaben des Ministeriums halten sich Tausende Tschechen im Nahen Osten auf, die Mehrheit in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Reiseregistrierungssystem Drozd registrierten sich demnach 2.500 tschechische Bürger, die sich in den VAE aufhalten. Die Lage in der Region spitzte sich am Samstag weiter zu: Israel und die USA begannen am Morgen eine Militäroperation gegen den Iran. Teheran reagierte anschließend mit Vergeltungsschlägen auf Israel sowie auf mehrere weitere Länder in der Region.

Macinka sagte, er erwarte eine massive Militäroperation, die sich auch über mehrere Wochen hinziehen könne. Für tschechische Bürger, die mit einem Reisebüro in die betroffene Region reisten, gebe es laut dem Außenminister einen praktischen Vorteil: Der Reiseveranstalter müsse sich im Krisenfall für drei Tage um seine Kunden kümmern. Reisenden ohne Pauschalreise empfahl er, vor allem mit ihren Fluggesellschaften in Kontakt zu bleiben und genau zu verfolgen, wann gesperrte Lufträume wieder geöffnet werden.

Das Außenministerium habe zudem seit langer Zeit vor Reisen in mehrere Nahostländer gewarnt. In den vergangenen Wochen seien tschechische Bürger wiederholt aufgefordert worden, die betroffenen Länder zu verlassen. Macinka betonte, Entscheidungen über zusätzliche Maßnahmen würden fortlaufend anhand der Sicherheitslage geprüft. Vorrang habe, dass Reisende erreichbar bleiben, ihre Registrierung aktuell halten und sich an die Anweisungen der lokalen Behörden sowie der diplomatischen Vertretungen halten.

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