Wer auf der Autobahn vom Norden auf Dresden zufährt oder auf der S 80 in Richtung Moritzburg rollt, der sieht etwas ganz Großes in die Höhe wachsen: die Chipfabrik von TSMC/ESMC. Inzwischen sind es schon 24 Kräne, die sich über Sachsens größter Baustelle drehen, weiß Frank Bösenberg. Er ist Chef des Netzwerkes Silicon Saxony und sprach am Donnerstagabend in Dresden gemeinsam mit Prof. Alexander Görlach zum Thema Chipfabrik und Taiwan. Der große Saal im Stadtmuseum war gut gefüllt, mit sachkundigem Publikum.
Für die neue Chipfabrik in Dresden-Rähnitz mussten eine halbe Million Kubikmeter Erde ausgehoben werden, weil die Fundamente zehn Meter tief auf felsigem Grund stabil stehen soll. Ein eigenes Betonwerk fertigt im Minutentakt die Mischfahrzeuge ab. Insgesamt werden 150.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. 2026 soll der Rohbau fertig sein, ab 2027 die Produktion der ersten Chips für die Industrie und den Automobilbau mit künftig 5.000 Beschäftigten beginnen.

Der Direktor des Netzwerkes Silicon Saxony Frank Bösenberg. Foto: Ulf Mallek
