Das war ein hochgefährlicher Fund. Und später gab einen lauten Knall. Am Donnerstag wurde die Polizei alarmiert, nachdem Arbeiter im Wald bei Diehsa, einem Ortsteil von Wadhufen zwischen Bautzen und Görlitz, verdächtige Gegenstände entdeckt hatten. Bei den Funden handelt es sich offenbar um zwei Panzergranaten. Das teilte die Polizei mit.
Die Arbeiter stießen bei Feldarbeiten auf die Objekte und erkannten sofort, dass es sich um gefährliche Hinweise aus der Vergangenheit handeln könnte. Die Polizei wurde umgehend verständigt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst hinzugezogen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Spezialisten hatten deutlich Arbeit, denn die Bergung der Granaten musste mit äußerster Vorsicht erfolgen. Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass es sich um eine deutsche 7,5-cm-Panzergranate handelt, möglicherweise vom Typ PzGr. 39. Dieser Typ wurde häufig während des Zweiten Weltkriegs verwendet und stellte eine Bedrohung für gepanzerte Fahrzeuge dar.
Auffällige Merkmale der entdeckten Objekte sind die spitz zulaufende Form mit Ballistikkappe. Der rot markierter Bereich ist typisch für die Sicherheitskennzeichnung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst ist. Zudem passt die Länge von etwa 30 cm und das Kaliber von 75 mm zu gängigen Panzergranaten dieser Zeit. Die Panzergranate ist bekannt für ihren Hartkerneinsatz und wurde als Standardmunition für deutsche Panzerabwehrwaffen verwendet.