Die Alfred-Prescher-Stiftung, gegründet auf Grundlage des Testaments von Alfred Prescher aus dem Jahr 1945 und 2010 durch den Stadtrat der Großen Kreisstadt Coswig errichtet, verwendet Zinserträge zur Unterstützung von Kriegsblinden und sehbehinderten Menschen. Die Stiftung verfolgt die in der Satzung genannten Zwecke und kann Erträge thesaurieren oder ausschütten.
Im Dezember 2025 wurde wie in den Vorjahren zur Einreichung von Förderanträgen aufgerufen. Drei Anträge gingen bei der Stadtverwaltung Coswig ein. Am 11. Februar beriet der Finanzausschuss, der als Stiftungskuratorium fungiert, die eingegangenen Anträge, bewertete sie nach Stiftungszweck und entschied über die Förderhöhen. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Gefördert werden in diesem Jahr die Anschaffung neuer Hörmedien und Großdruck-Bücher für die Stadtbibliothek Coswig, die wiederholt finanzielle Unterstützung für das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen zur Einlesung gewerblich hergestellter Hörbücher ins Daisy-Format sowie die Regionalgruppe Coswig des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen e. V. für jährliche Veranstaltungen und Ausflüge. Die Maßnahmen sollen die Teilhabe und das Informationsangebot für blinde und sehbehinderte Bürger stärken.
Die nächste Ausschüttung von Fördermitteln der Alfred-Prescher-Stiftung ist für Anfang 2027 vorgesehen.