Wir alle haben eine Krankenversicherung und knapp 90 Prozent der Deutschen sind in der gesetzlichen Krankversicherung (GKV) – 10 Prozent haben sich für eine private Krankenversicherung (PKV) entschieden.
In beiden Systemen gibt es Leistungseinschränkungen. Während die GKV Menschen, die schlecht sehen und auf eine Brille angewiesen sind, erst ab einer Dioptrinstärke von +/- 6 oder +/- 4 mit Hornhautverkrümmung einen Festbetrag für die Gläser übernimmt, ist bei der PKV die Kostenübernahme bei bestimmten Vorerkrankungen eingeschränkt respektive ausgeschlossen.
Auch beim Zahnersatz müssen wir regelmäßig zur dokumentieren Kontrolle, um einen entsprechenden Zuzahlungsanspruch zu erwerben.
Warum sollen dann bitte Menschen, die sich ganz bewusst gegen eine Corona-Impfung entscheiden in den Genuss einer kostenfreien Beatmungsmaschine kommen? Die Frage mag provokant klingen, dennoch sollte sie einfach mal gestellt werden, denn irgendwie hat sich in Deutschland eine Vollkasko-Mentalität eingeschlichen, die kaum mehr zu finanzieren ist. Der Staat soll immer alles richten, egal wie sich jeder einzelne verhält. Wer sich nicht impfen lässt, kann sich zu Lasten der allgemeinen Gesundheitskosten heilen lassen, obwohl dies anders möglich wäre. Ist das fair? Wohl kaum.