Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sind hinsichtlich Resonanz und Wirtschaftlichkeit auf bestem Wege zu früherem Format. Angesichts der bisherigen Entwicklung sei absehbar, dass die ursprünglich erwartete Zahl von 1,8 Millionen Besuchen übertroffen werde, «wir werden bei 2,1 Millionen landen», sagte Verwaltungsdirektor Dirk Burghardt am Dienstag. Er rechnete deshalb auch mit erwirtschafteten Erlösen von 8,7 Millionen Euro statt 7,5 Millionen Euro. Angesichts dieser Entwicklung seien die SKD «sehr zuversichtlich», 2024 wieder Vor-Corona-Niveau zu erreichen - mit 2,6 Millionen Besuchen war 2019 allerdings das bisherige Spitzenjahr.
Nach seinen Angaben bewegt sich der Anteil internationaler Gäste ebenfalls wieder in Richtung der früher üblichen 50 Prozent, er liege derzeit bei 40 Prozent, dank starker Zunahme bei Gästen aus Polen und Tschechien. Und auch der Zuspruch von Individualtouristen aus dem Inland und jüngerem Publikum halte an. Eingeschlagen hätte ganz aktuell die Abendöffnung, die zum 25-prozentigen Besucherplus im Residenzschloss beigetragen habe. Nur die Gemäldegalerie Alte Meister, traditionell Magnet vor allem für Gäste aus Russland und China, hat es nach wie vor schwer.