Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden macht sich mit einem wichtigen Thema Luft. Unter dem Titel «Luft. Eine für alle» widmet sich eine Sonderausstellung einem Lebenselixier des Menschen. Lange Zeit habe der Luftraum als «Niemandsland» gegolten, in das unbedacht Schadstoffe ausgestoßen werden können, teilte das Museum mit. «Heute wächst das Bewusstsein dafür, dass die Luft als ein globales Gemeingut zu begreifen ist, für dessen Nutzung verbindliche Regeln und Verantwortlichkeiten vereinbart werden müssen.»
Luftarchiv enthält auch Luft aus dem Polarkreis
Nach Angaben des Museums möchte die Ausstellung der drängenden Frage nachgehen, was getan werden kann und muss, um die Luft als ein überlebensnotwendiges Gut für alle künftig zu erhalten. Neben natur- und kulturwissenschaftlichen Zugängen soll Luft an zahlreichen interaktiven Stationen und in «atmosphärischen Experimenten» erlebbar gemacht werden.
Die Schau beginnt mit einem «Luftarchiv». Mehr als 200 Menschen haben dafür Luftproben eingefangen - darunter Luft aus dem Polarkreis und Luft aus Omas Küche.
Kanarienvögel waren einst Gradmesser für gute Luft im Bergwerk
Weitere Abteilungen der Ausstellung laufen unter der Bezeichnung «Unsichtbar - Luft als Verbindung», «Vermessen - Luft unter Kontrolle» und «Streitbar – Luft als Gemeingut». Exponate sind unter anderem das Modell eines Höhenwindrades und ein Vogelkäfig mit Sauerstoffzylinder.
Ab dem 19. Jahrhundert warnten im Bergbau Kanarienvögel vor schädlichen Gasgemischen in der Grube. Hört ein Vogel auf zu singen, war das ein Alarmzeichen. Die Bergleute brachten sich umgehend in Sicherheit.