Wegen verbotener Absprachen bei Aufträgen für Kommunen und Straßenbaubehörden hat das Bundeskartellamt eine Millionenstrafe gegen sieben Bauunternehmen aus ganz Deutschland verhängt. Insgesamt verhängte das Kartellamt nach eigenen Angaben Geldbußen in Höhe von 10,5 Millionen Euro.
Die Unternehmen hätten sich über einen längeren Zeitraum hinweg gegenseitig zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand zur Reparatur und Sanierung von Straßen zugeschoben, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt. «Durch illegale Absprachen können bei öffentlichen Auftraggebern hohe Schäden entstehen, welche letztlich alle Bürgerinnen und Bürger tragen müssen.»
Beteiligt waren laut Bundeskartellamt Straßenbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Absprachen fanden demnach zwischen 2016 und 2019 statt und betrafen vor allem Aufträge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Es habe regelmäßige Absprachen und Treffen gegeben. Teilweise seien bestimmten Bauunternehmen einzelne Landkreise zugewiesen worden, der die Ausschreibung gewinnen sollte. Andere Unternehmen gaben abgesprochene Schutzangebote ab.