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Höhepunkt der Grippewelle in Sachsen überschritten

Nach dem Rückgang der Grippefälle in Sachsen steigen die RSV-Infektionen – vor allem Kleinkinder und Senioren sind laut Bericht betroffen. (Symbolbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Nach dem Rückgang der Grippefälle in Sachsen steigen die RSV-Infektionen – vor allem Kleinkinder und Senioren sind laut Bericht betroffen. (Symbolbild) / Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Grippewelle ebbt in Sachsen ab. Doch auf dem Vormarsch ist das besonders für Kleinkinder gefährliche RS-Virus. Was ein aktueller Bericht noch zeigt.

Die Grippewelle in Sachsen scheint ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Die gemeldeten Influenza-Fallzahlen lagen in der vergangenen Woche 27 Prozent unter der Vorwoche, wie aus dem aktuellen Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) in Chemnitz hervorgeht. Die Fachleute verweisen jedoch auf die noch ausstehende Entwicklung nach den sächsischen Winterferien.

Alle Altersgruppen sind weiterhin betroffen, anteilig infizierten sich laut LUA besonders Kleinkinder, Grundschulkinder und ältere Erwachsene. Die Gesundheitsämter meldeten die meisten Erkrankungen in Kindereinrichtungen, Seniorenheimen und Krankenhäusern, wie es weiter hieß. Seit Beginn der Grippesaison Ende September wurden demnach landesweit 25.647 Influenza-Fälle registriert, 139 Menschen starben an einer bestätigten Grippeerkrankung. Unter den Todesopfern sind ein schwer vorerkranktes dreijähriges Kind sowie überwiegend hochbetagte Patientinnen und Patienten zwischen 53 und 101 Jahren. Sechs der Verstorbenen hatten eine aktuelle Influenza-Impfung.

Corona spielt laut Bericht eher untergeordnete Rolle 

Weiter zu nahmen den Zahlen zufolge die Infektionen mit dem besonders für Säuglinge und Kleinkinder gefährlichen RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus). Demnach lag der Anstieg in der vergangenen Woche bei 19 Prozent. Besonders betroffen waren den Experten zufolge erwartungsgemäß Kleinkinder. Aber auch viele ältere Erwachsene seien erkrankt. Auch hier waren häufig Kindereinrichtungen und Krankenhäuser betroffen. Seit Beginn der Grippesaison wurden fünf RSV-bedingte Todesfälle bei Menschen im Alter zwischen 81 und 95 Jahren erfasst.

Eine eher untergeordnete Rolle spielt derzeit das Coronavirus SARS-CoV-2. Die Infektionszahlen in der vergangenen Woche gingen nach Angaben der LUA um 34 Prozent zurück. Die meisten Erkrankungen wurden bei Erwachsenen und Senioren registriert. Allerdings steige der Anteil der Nachweise einer Covid-19-Erkrankung bei Kleinkindern. Seit Ende September wurden 11.051 Infektionen mit dem Coronavirus in Sachsen erfasst. 133 Menschen starben an einer Corona-Erkrankung. Die Betroffenen waren im Durchschnitt 86 Jahre alt.

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