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Dynamo mit viel Pokal-Schwung in den trüben Liga-Alltag

Dynamo mit viel Pokal-Schwung in den trüben Liga-Alltag
Christoph Daferner von Dynamo Dresden jubelt nach seinem Tor zum 2:0. / Foto: Robert Michael/dpa
In der Liga läuft es bislang eher mies für Dynamo. Der Pokal-Coup gegen Schalke soll als Initialzündung dienen. Der nächste Gegner Hannover 96 steckt trotz Trainerwechsel in der Krise.

Dynamo Dresden lässt dank des Pokal-Coups gegen Schalke den trüben Zweitliga-Alltag hinter sich. Doch was kann das Team von Thomas Stamm aus dem Achtelfinal-Einzug mitnehmen? «Wenn es uns in den nächsten Spielen gelingt, diese Energie auf den Platz zu bringen, dann sammeln wir vielleicht auch ein paar mehr Punkte als in den letzten Wochen», sagte Trainer Stamm nach dem 2:0 gegen Bundesligist Schalke im DFB-Pokal. 

Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) müssen die Sachsen in Hannover ran. Die mit nur acht Zählern punktgleichen Niedersachsen stecken mit Neu-Trainer Sandro Wagner in der Krise. Der Coach ist weiter sieglos, verlor mit seinem Team im Pokal 0:2 gegen Zweitliga-Rivale Kaiserslautern. Von vier Pflichtspielen seit seiner Vertragsunterschrift im September gingen drei verloren. 

Gute Bilanz gegen 96

Für den Tabellen-15. Dynamo gibt es also Chancen, sollten sie wieder so effizient vorgehen wie gegen Schalke. Die vergangenen zwei Spiele in Hannover endeten torlos, von den vergangenen vier Duellen hat Dynamo keins verloren, gewann davon eins. 

Die Euphorie in Dresden ist nach dem Sieg gegen Schalke groß. Vor allem Torschütze Patrice Covic (54. Minute) schwärmte als Bremer Leihspieler von der Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion. «Vorm K-Block zu treffen, ist ein unfassbarer Moment, den ich so nie vergessen werde. Nach dem Tor haben alle noch mehr gegeben. Man hat gesehen, was das Stadion mit einem machen kann», sagte der 19-Jährige.

Daferner trifft wieder

Und auch Christoph Daferner (88.) war mit dem 2:0 und dem erstmaligen Erreichen des Achtelfinales seit zwölf Jahren überglücklich. Immerhin war er zuletzt eher Bankdrücker. «Ich habe ja schon ein bisschen darauf gewartet, bis es wieder klingelt. Es war nicht einfach. Aber ich glaube trotzdem, dass sich harte Arbeit auch irgendwann wieder auszahlt», sagte der Stürmer. 

Lob gab es vom Trainer: «Für mich ist viel wichtiger, mit welcher Intensität er gegen den Ball gearbeitet hat. Schalke macht Druck und kann sich aber nicht entfalten. Und darum geht es für mich letztendlich. Das ist die Basis dafür, dass wir erfolgreich sein können, da will ich das Tor gar nicht so herausstellen.» 

Stamm zur Stimmung: «Das Geilste»

Und nun will Dynamo wie vor zwölf Jahren, als erst im Halbfinale gegen Werder Bremen (0:2) Schluss war, die nächsten Pokalhürden nehmen. Dafür wünscht sich Trainer Stamm «ein Heimspiel. Zu Hause ist es immer eine besondere Stimmung. Wenn wir Anfang Dezember zu Hause spielen könnten, wäre das super.» Die Flutlichtstimmung war für Stamm etwas Besonderes, was auch an dem beherzten Auftritt seines Teams lag: «Wenn es uns gelingt, die Leute mitzunehmen, ist es hier mit das Geilste, was du in Deutschland haben kannst. Die Vorfreude bei den Fans war riesig. Schön, dass wir etwas zurückgeben konnten.»

Und auch von der Bank gab es neue Impulse für Dynamo. «Im Vergleich zu den vergangenen Wochen waren wir im zweiten Durchgang effektiver, das brauchten wir. Die Jungs, die reingekommen sind, haben Energie geliefert: Alexander Rossipal hat die Vorlage für das entscheidende Tor von Christoph Daferner gegeben. Das Ergebnis gibt uns Mut, dass wir als Gruppe erfolgreich sein können», sagte Stamm mit Blick auf die kommenden Aufgaben. 

Auch finanziell lohnte sich der Abend. Dynamo erhält vom Deutschen Fußball-Bund 912.755 Euro. Schon für die Teilnahme an den ersten beiden Pokalrunden erhielt der Club insgesamt 684.566 Euro. Doch die Rechnung wird etwas anders ausfallen. Kurz vor dem Anpfiff wurde im K-Block Pyrotechnik abgebrannt. Eine weitere hohe Geldstrafe wird also folgen.

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