Wie ist es, als junge Frau in Ostdeutschland aufzuwachsen? Theresia Crone überlegt kurz. «Ich hatte oft das Gefühl, dass ich doppelt und dreifach beweisen muss, dass ich einen Platz am Tisch verdient habe», sagt die Schwerinerin. Schon ihre Mutter habe immer viel gearbeitet und Verantwortung übernommen, sagt Crone. Das sei selbstverständlich gewesen.
Die 23-Jährige ist in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns geboren und groß geworden. Heute engagiert sie sich als Aktivistin für den Klimaschutz und die chronische Erkrankung Endometriose und lebt in Berlin.
Damit ist sie kein Einzelfall - viele junge Frauen wandern ab. Doch wie lebt es sich als Frau in einem ostdeutschen Bundesland? Wo liegen sie im Vergleich zum Westen vorn und wo nicht? Ein Überblick anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März.