Bund und Land ringen um eine Lösung für den Ausbau des Nordabschnitts der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig. «Wir nehmen diese Verbindung in Berlin sehr ernst», sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange (CSU). «Es ist nicht irgendeine Nebenstrecke. Wir wissen um die Bedeutung.» Es gelte nun, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Dabei gehe es auch darum, inwieweit Bund und Land jeweils noch zusätzliche Anteile übernehmen und das Ganze mit anderen Fördertöpfen kombiniert werden könne, erklärte Lange.
Die Strecke, die die Region Chemnitz mit dem Bahnknoten Leipzig verbindet und auch von vielen Pendlern genutzt wird, ist seit langem ein Sorgenkind im Schienennetz. Das zweite Gleis war nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparation abgebaut worden und es gibt keine Oberleitung. Deswegen ist die Kapazität arg beschränkt. Es sei dringend notwendig, dass sich der aktuelle Zustand ändere, mahnte der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD). «Das ist eine Frage der Zukunftsfähigkeit für diese Region.»