Die sächsische SPD übt wegen der drohenden Schließung des VW-Werkes in Zwickau harsche Kritik an der Konzernspitze. Die Pläne von VW-Chef Oliver Blume zeugten von Verantwortungslosigkeit. «Wenn die einzige Vision eines deutschen Top-Managers ist, Werke in Deutschland zu schließen, um die Produktion an billigere Standorte zu verlagern, dann ist er vielleicht kein Top-Manager, sondern ein Missmanager», erklärte SPD-Chef Henning Homann. Er ist auch Sprecher für Wirtschaft und Arbeit in der SPD-Landtagsfraktion.
«Kürzen allein ist keine Strategie.»
Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) ist sich sicher, dass das Zwickauer Werk der effizienteste Produktionsstandort von Volkswagen ist. «Ich erwarte von VW eine echte Zukunftsperspektive für Zwickau, fordere Wertschätzung für die Leistung der Beschäftigten und appelliere an die in den Konzerngrundsätzen festgeschriebene gesellschaftliche Verantwortung», betonte er: «Der Eindruck ist: Dem Konzern fehlt gerade eine tragfähige Strategie für die Zukunft, denn Kürzen allein ist keine Strategie.»
Bei VW in Zwickau sind momentan rund 8.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Wirtschaftsministerium verweist darauf, dass noch einmal 40.000 bis 50.000 Jobs bei Zulieferern und tausende Familien daran hängen. «Insgesamt sind mehr als 100.000 Menschen in der Region direkt betroffen.»
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