Die ostdeutsche Textilindustrie treibt den digitalen Wandel voran und setzt auch auf künstliche Intelligenz. Schon heute sei die Digitalisierung in vielen Unternehmen deutlich vorangeschritten, etwa mit Blick auf die Auftragsabwicklung, Abläufe in der Produktion und der Entwicklung von Designs, sagte Anke Pfau vom Branchenverband VTI am Freitag im sächsischen Hohenstein-Ernstthal. «Bei technischen Textilien können heute schon Eigenschaften simuliert werden.» Geforscht werde daran, mit Hilfe von Avataren orthopädische Produkte schon vor der Produktion anzupassen und auszuprobieren. «Auch der digitale Produktpass wird kommen.»
Die Branche erhofft sich dabei mehr Effizienz gerade auch wegen des immer größeren Mangels an Fachkräften. Zuletzt konnten den Angaben zufolge mehr als 40 Prozent der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. So könnte künstliche Intelligenz (KI) helfen, fehlerhafte Waren zu erkennen und auszusortieren, erklärte Pfau. Dies werde bisher in der Regel von Menschen erledigt.