Der Ostdeutsche Sparkassenverband rechnet in der Region nicht mit einer großen Welle an Unternehmens-Insolvenzen. «Die Liquidität der Unternehmen bietet noch keine Anzeichen, um von flächendeckend drohenden Insolvenzen zu sprechen», sagte Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Zender am Dienstag bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. «Es wird Insolvenzen geben, wir haben einen Bug aus dem letzten Jahr. Aber ich bin überzeugt, dass wir keine große Insolvenzwelle bekommen werden», ergänzte Verbandspräsident Michael Ermrich. Über Kredite, Stundungen und staatliche Zuschüsse sei die mittelständische Wirtschaft zumindest aktuell mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet.
Je länger die Krise dauere, umso unsicherer werde indes die Situation. Zudem seien die großen Sorgen etwa im Einzelhandel oder der Gastronomie berechtigt. «Wir sehen die Not insbesondere einzelner Branchen in Folge des fortgesetzten Lockdowns und dass ausbleibende Hilfen zu Schwierigkeiten führen», betonte Zender.