Am Sonntag, dem 26. Februar, öffnete "Fritz's nahkauf Box" in Friedewald, einem Ortsteil von Moritzburg, als erste automatisierte Einkaufsbox Sachsens. Mit einer Verkaufsfläche von knapp 40 Quadratmetern und einem Sortiment von rund 800 Artikeln, bietet die Box frische Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs an. Die Box, die ohne Personal betrieben wird, ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche geöffnet und mit einer Self-Checkout-Kasse ausgestattet, an der bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden kann. Die Einkaufsbox befindet sich direkt am Buswendeplatz und ist somit gut erreichbar mit Bus, Fahrrad, Auto und zu Fuß. Mit dieser Testinstallation will das Handelsunternehmen REWE Lösungen für die Versorgung ländlicher Gemeinden erproben und läutet nach zwei Supermarktboxen in Bayern und im rheinland-pfälzischen Ahrtal die dritte Runde seines Testkonzepts für sogenannte Walk-In Stores ein.
Der letzte Laden hat vor 10 Jahren geschlossen
Das letzte Lebensmittelgeschäft im Moritzburger Ortsteil Friedewald hat vor über zehn Jahren geschlossen. Nun hat der Ort jedoch mit der Eröffnung von Fritz's Nahkauf Box einen der modernsten kleinen Supermärkte in Deutschland erhalten - eine wunderbare Geschichte, wie Co-Chef und Namensgeber Fritz Starke findet. Sein Team beliefert die Einkaufsbox täglich mit frischen Lebensmitteln aus den Dresdner Läden.
Deutschland hat noch rund 8.000 unterversorgte Gebiete
Im Frühjahr 2022 eröffnete die erste nahkauf Box in Pettstadt, Oberfranken. Eine weitere Box ist kürzlich im von der Hochwasserkatastrophe noch immer gezeichneten Ahrtal eröffnet worden. Mit diesen Supermarktboxen testet REWE ein neues Format, das in Zukunft die Versorgung mit frischen Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs in kleineren Gemeinden sicherstellen soll. Die REWE Group möchte mit diesem Test dazu beitragen, Antworten auf die Frage nach einer zukunftsgerichteten Nahversorgung in ländlichen Räumen und dörflichen Siedlungsgebieten zu finden. In Deutschland gibt es rund 8.000 unterversorgte Siedlungsgebiete, in denen die Menschen für den täglichen Lebensmitteleinkauf sehr weite Strecken zurücklegen müssen. Das nahkauf-Format eignet sich besonders gut, um die Nahversorgung dort zu sichern, wo sich alle Wettbewerber zurückgezogen haben, sagt Peter Maly, Vorstand der REWE Group. Neben der 24-Stunden-Einkaufsbox in Sachsen betreibt REWE auch 21 klassische nahkauf-Nachbarschaftsmärkte, 103 Supermärkte und ein Logistikzentrum in Nossen bei Dresden.
