In diesem Fachartikel wird untersucht, ob es im Mittelalter tatsächlich eine Periode gab, in der Grönland grün und die Arktis eisfrei war. Dabei wird die Rolle dieser historischen Klimaveränderungen im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Klimawandel erörtert. Verschiedene wissenschaftliche Quellen werden herangezogen, um die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.
Die Grönland-These und ihre historischen Wurzeln
Es gibt einige Behauptungen, die besagen, dass Grönland im Mittelalter grün und die Arktis eisfrei war (Faktencheck: Grönland eisfrei). Diese Thesen stützen sich auf historische Aufzeichnungen und geologische Funde, die auf eine wärmere Klimaperiode zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert hinweisen, die als Mittelalterliche Wärmeperiode (MWP) bekannt ist. Zu dieser Zeit siedelten Wikinger in Grönland und betrieben Landwirtschaft, was heute in den meisten Teilen der Insel aufgrund des Klimas nicht möglich ist.