Martín Demichelis kennt die Gepflogenheiten im Fußball-Geschäft. Nach den Niederlagen gegen Bayern München (1:6) und Real Madrid (1:4) muss der Trainer mit RB Leipzig im Bundesliga-Spiel gegen Aufsteiger SV Elversberg 07 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) liefern.«Wenn wir ein gutes Spiel machen, sind wir näher an den drei Punkten», sagte Demichelis. Und fragte: «Was passiert, wenn wir nur Unentschieden spielen? Soll ich die Spieler töten? Das Leben geht weiter. Und ich lebe sowieso weiter. Ich werde immer positiv sein und versuche, meinen Job zu machen. Wir werden versuchen, hier daheim stark zu sein», betonte der in der Kritik stehende Argentinier, der auch eine Medienschelte unterbrachte. Nach dem 1:6 in München waren verschiedene Spieler besonders kritisiert worden. «Es ist besser, den Trainer zu kritisieren als die Spieler. Wenn die Mannschaft schlecht spielt, bin ich dafür verantwortlich. Individuelle Fehler zu kritisieren, ist nicht gut, denn Fehler macht jeder, ihr auch in eurem Privatleben, ich auch als Mensch», sagte Demichelis. Gegen die Saarländer möchte sein Team die weiße Weste in Bundesliga-Heimspielen behalten und nebenbei seine Bilanz gegen Aufsteiger ausbauen. Seit dem eigenen Aufstieg musste man in bislang 40 Partien noch nie gegen einen Neuling eine Niederlage hinnehmen. Elversberg ist aber ein schwerer Gegner. «Eine sehr eklige Mannschaft, die nicht zufällig in der Bundesliga ist und schon einige Gegner geschlagen hat. Sie sind in den ersten 15, 20 Minuten brutal intensiv. Darauf haben wir uns schon vorbereitet, mit den Jungs darüber gesprochen», sagte der RB-Trainer und kündigte die eine oder andere Rotation im Team an. Ob Christopher Nkunku auflaufen kann, ist ungewiss. Der Franzose hat leichte Adduktorenbeschwerden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenElversberg eine «sehr eklige Mannschaft»