Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt hält überhaupt nichts von der Forderung des Zweitligisten Erzgebirge Aue nach einer freiwilligen Unterbrechung des Spielbetriebs wegen der neuerlichen Corona-Auflagen bei der Auslastung in Stadien. «Das halte ich nicht für den richtigen Ansatz», sagte Markus Krösche dem «Kicker» (Donnerstag). «Wir alle sind Wirtschaftsunternehmen, die laufende Kosten haben und Gehälter bezahlen müssen. Deshalb müssen wir unseren Betrieb aufrechterhalten. Wenn wir den Spielbetrieb einstellen, fehlt uns ein beträchtlicher Teil unserer wirtschaftlichen Grundlage», sagte Krösche.
Schon die Deutsche Fußball Liga hatte die Forderung von Aue-Präsident Helge Leonhardt zurückgewiesen. Die DFL verwies in einer Stellungnahme am Mittwoch auf die «abgestimmte Linie aller 36 Clubs», in der Corona-Pandemie immer auf Basis der staatlichen Vorgaben zu agieren. «Ein selbstverhängter, flächendeckender Lockdown im Sinne einer Saison-Unterbrechung ist daher kein Thema.»
Aue-Präsident Leonhardt hatte einen Fußball-Lockdown angesichts der steigenden Inzidenzwerte bis Ende Dezember gefordert. «Die nächsten vier Wochen werden extrem schwierig für unser Land und stellen uns vor eine Zerreißprobe. Dort wird kluges und geordnetes Handeln gefragt sein, ohne chaotische Aktionen», sagte der 63-Jährige der «Bild» (Mittwoch).