Nach einem Jahr der Stagnation kann die ostdeutsche Auto-Industrie einer aktuellen Analyse zufolge 2025 mit leichten Zuwächsen rechnen. Eine wirkliche Trendwende sei aber nicht in Sicht, sagte Professor Werner Olle vom Chemnitz Automotive Institute der Deutschen Presse-Agentur.
Dank neuer Produkte könnten die Fabriken von BMW und Porsche in Leipzig sowie Opel in Eisenach mit höheren Stückzahlen und einer besseren Auslastung rechnen. Für Tesla in Brandenburg und Volkswagen in Sachsen sei hingegen von einem ähnlichen Niveau wie 2024 auszugehen. Für beide Standorte fehle es an neuen Produkten, die Schwung bringen.
Künftig will Volkswagen die Kapazitäten in Sachsen sogar deutlich verringern. Dazu soll die Fahrzeugfertigung in der Gläsernen Manufaktur in Dresden Ende 2025 eingestellt werden, das Fahrzeugwerk Zwickau ab 2027 nur noch auf einer Fertigungslinie produzieren - und dort nur noch Audi-Modelle. Bisher werden auf zwei Linien auch ID-Modelle von VW sowie der Cupra Born gebaut.
Der Wandel zur Elektromobilität ist in der ostdeutschen Autobranche besonders weit vorangeschritten. Während die Fabriken von Tesla in Grünheide und Volkswagen in Zwickau ganz auf E-Autos ausgerichtet sind, fahren Porsche und BMW in Leipzig sowie Opel in Eisenach zweigleisig. Sie produzieren sowohl Autos mit Verbrenner- als auch mit E-Motor.