Von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang nicht essen, trinken, rauchen und keinen Sex: Der Ramadan hat für Muslime eine besondere Bedeutung. Erst nach Sonnenuntergang wird getafelt. Doch die großen öffentlichen Fastenbrechen, zu denen in den vergangenen Jahren oft Amtsträger und Anwohner eingeladen und Gemeinschaft demonstriert wurde, sind offensichtlich seltener geworden, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 5. oder 6. Mai und endet am 6. oder 7. Juni. Das Datum variiert je nach türkischer oder arabischer Rechnung um einen Tag.
Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) ist in diesem Jahr von noch keiner Gemeinde zum Fastenbrechen offiziell eingeladen worden. Es werde noch geprüft, wo sie teilnehmen werde, sagt eine Sprecherin. Ihren Angaben zufolge ist das Fastenbrechen für alle Besucher einer Moschee in der Regel offen. Je nach Größe der Gemeinde gestalte sich das Fastenbrechen unterschiedlich. In manchen Gemeinden gebe es nur Datteln und Gottesdienst und die größere Mahlzeit dann zu Hause. Einzelne Gemeinden laden sich jedoch zu einem repräsentativen Fastenbrechen in feierlichem Rahmen auch Gäste aus der Kommune ein.