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Expertenrunde zum deutschen Glücksspielrecht verständlich erklärt

Zwischen Regulierung, Marktinteressen und Verbraucherschutz steht das deutsche Glücksspielrecht weiterhin vor grundlegenden strukturellen Herausforderungen. / Foto: Kai Reschke auf Pixabay.com
Zwischen Regulierung, Marktinteressen und Verbraucherschutz steht das deutsche Glücksspielrecht weiterhin vor grundlegenden strukturellen Herausforderungen. / Foto: Kai Reschke auf Pixabay.com

Experten erklären das deutsche Glücksspielrecht: GlüStV 2021, Länderhoheit, Online-Glücksspiel, Schwarzmarkt, Spielerschutz und Reformvorschläge kompakt zusammengefasst.

Das deutsche Glücksspielrecht, irgendwie kompliziert, mit Lücken und im ständigen Wandel, ist schon, ja, viel. Von Bundesland zu Bundesland, jedes hat seine eigenen Entscheidungsbefugnisse und das sorgt bei den Beteiligten für jede Menge Diskussionen. Millionen Menschen sind von den Auswirkungen betroffen.

2023 griff fast jeder fünfte Erwachsene in Deutschland zumindest einmal zu den Spielkarten oder zog am Automat. Doch ein erheblicher Teil des Marktes bleibt im Schatten. Experten mutmaßen, dass so 30 bis 40 Prozent aller Umsätze auf das, nun ja, mehr oder weniger legale Schwarzmarktgeschehen entfallen.

Herausforderungen der digitalen Welt? Ja, absolut, vor allem, wenn es um Online-Spiele geht oder wenn man die Globale Markttrends und Zukunftsperspektiven der Casino-Industrie betrachtet. Schauen wir flüchtig auf die zentralen Punkte und Kritikpunkte, gestützt auf diverse Meinungen aus Forschung und Praxis.

Länderhoheit, Glücksspielstaatsvertrag und Streit um die Kontrolle

Was haben wir da? Im Zentrum steht der Glücksspielstaatsvertrag, das letzte Mal fundamental umgekrempelt im Jahr 2021. Die Bundesländer verteilen Lizenzen für Lotterien und Sportwetten; da fehlt aber eine zentrale Bundesaufsicht was zu einem munteren Shuffle beziehungsweise Regeldschungel führt. Mindestabstände, Schutzregelungen und Einsatzlimits bis zu maximal 1.000 € pro Monat, unabhängig vom Anbieter.

Diese Vorgaben sind mal da, mal nicht. Schleswig-Holstein mit seinen Sonderregeln erlaubt sogar bundesweite Werbung, nicht gerade einheitlich. Gerichte blockieren oft die Kooperationen anderer Länder. Prof. Dr. Armin Dittmann hat da seine Gedanken dazu, er vermutet einen „Systemfehler“, der illegale Anbieter geradezu einlädt, mitzuspielen. Diese zahlen irgendwie Steuern, aber wenn mal was passiert, gibt es keine harten Strafen.

Illegale Online-Angebote untergraben Kontrolle und Verbraucherschutz

Das Digitale wächst stark. Zwischen 2015 und 2023 hat sich das Online-Glücksspielvolumen erhöht, zumindest sagt das HG Gambling Capital. Gesetzliche Barrieren sind instabil. Glücksspiel-Experten haben Bedenken: Die laschen Regeln und fehlende Konsistenz in der Überwachung schaden den legalen Angeboten. Wie die Globale Markttrends und Zukunftsperspektiven der Casino-Industrie zeigen, greifen deutsche Spieler vermehrt zu nicht lizenzierten Plattformen.

Die Sperren sind ineffektiv; Konsequenzen verpuffen. Finanzielle Einbußen sind allerdings bemerkbar. Einkünfte aus Online-Poker 2023 liegen bei 35 Millionen Euro. Sportwetten sogar weniger, nur 423 Millionen Euro. Der illegale Markt ist ein anderes Kaliber; Verbraucherschutz hat dort kaum eine Bühne.

Studien der Forschungsstelle Glücksspiel in Hohenheim untermauern, dass das Land zu einem „Paradies für illegales Glücksspiel“ wird. Viele Experten fordern eine gemeinsame Glücksspielkommission, ähnlich den benachbarten Staaten.

Spielerschutz und Evaluierung – was bisher umgesetzt wurde

Trotz der neuen Vorgaben des 2021er GlüStV mit dem verpflichtenden Einzahlungslimit bemängeln Kritiker die Umsetzung. Anbieter sollen Mechanismen einführen, um problematisches Spielverhalten zu erkennen. Identitätsprüfungen sind Pflicht. Minderjährige haben keine Chance; es gibt eine vollständige Sperre.

Das wird meist noch auf Länderebene kontrolliert. Die Evaluierungen laufen seit 2023 unter Leitung von Prof. Dr. Ihno Gebhardt. Es wird geprüft, ob die Maßnahmen im Alltag greifen. Fortschritte sind bei der Auffälligkeiten-Erfassung der Nutzerprofile sichtbar. Bei der Zusammenarbeit über Länder hinweg sieht die Lage düster aus.

Illegale Angebote sind weiterhin verbreitet. Das Innenministerium hat für die Zukunft mehr Provider-Sperren und Meldepflichten angekündigt. Die Effektivität ist umstritten. Auf Kongressen und Fachtagungen wird viel diskutiert, höhere Bußgelder werden oft genannt, und eine bessere Koordination wäre wünschenswert.

Reformvorschläge und nächste Schritte aus Sicht der Fachwelt

Die Fachwelt ist sich einig: Eine zentrale Glücksspielkommission wäre sinnvoll. In den Hohenheimer Empfehlungen heißt es deutlich, dass eine einheitliche länderübergreifende Aufsicht dringend nötig scheint – für Steuerkontrolle, Prävention und klare Normen im Online-Bereich. Andere Vorschläge betreffen Mindestabstände zwischen Spielhallen, strengere Strafen für illegale Casinos und Vermittlungsplattformen; die Liste ist lang.

Die Schwarzmarktaktivitäten sollen durch effektive Provider-Sperren gestoppt werden. Sportwetten sollen offen lizenziert und gleichzeitig streng reguliert werden. Noch viel Diskussionsstoff gibt es bei Online-Automatenspielen und Poker. Überwachung wird gefordert, bevor der Markt weiter freigegeben wird. Studien und Konferenzen laufen bis 2026.

Innenminister denken über neue Kooperationsmodelle nach, und die Evaluierungsgruppe der Glücksspielbehörde präsentiert verschiedene Wirkungsanalysen. Ob die Regulierung und Realität bald auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden, bleibt abzuwarten.

Verantwortung und bewusster Umgang mit Glücksspiel

Bei all den Reformen bleibt es dabei: Glücksspiel hat seine Tücken. Moderne Regulierung verspricht Sicherheit und Limits, aber nur, wenn sie auch umgesetzt wird. Es ist wichtig, eigene Grenzen zu kennen und bei gewissen Anzeichen vorsichtig zu sein. Hilfe gibt es bei Fachstellen. Die richtige Balance sorgt dafür, dass Glücksspiel ein legales und sicheres Erlebnis bleibt, ohne Probleme zu verursachen.