Fünf Jahre nach Inkrafttreten steht der Glücksspielstaatsvertrag 2021 vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Im Jahr 2026 wird der Vertrag umfassend evaluiert, wie bereits bei seinem Inkrafttreten im Juli 2021 vorgesehen wurde. Die Überprüfung soll zeigen, ob die zentralen Ziele, also eine bundesweite Regulierung, die Eindämmung des Schwarzmarktes und die Stärkung des in Deutschland lizenzierten Angebots, tatsächlich erreicht wurden.
Für den Freistaat Sachsen, der eine bedeutende Glücksspielbranche mit zahlreichen Spielhallen, Automatenbetrieben und Online-Anbietern besitzt, ist die Evaluation besonders relevant. Hier entscheidet sich, ob die bestehenden Regelungen weiterhin praktikabel sind oder ob Anpassungen nötig werden, um den Markt stabil und rechtssicher zu halten.
Ziel der Überprüfung ist es, nicht nur eine Bilanz der vergangenen fünf Jahre zu ziehen, sondern auch eine Grundlage für die künftige Ausrichtung des Glücksspielrechts zu schaffen. Der aktuelle Staatsvertrag läuft noch bis 2028, doch schon 2026 könnten entscheidende Änderungen angestoßen werden, die den rechtlichen Rahmen in Deutschland auf Jahre hinaus prägen.