Der Bund soll nach dem Willen von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Zahlung der DDR-Sonder- und Zusatzrenten komplett übernehmen. Die finanzielle Belastung der ostdeutschen Länder aus den Sonder- und Zusatzversorgungssystemen der DDR sei viel zu hoch, sagte Woidke dem «Handelsblatt». «Und wir alle haben dafür ja bereits über Jahrzehnte Milliarden bezahlt. Es fällt klar in die Zuständigkeit des Bundes.»
Sonder- und Zusatzrenten für Ex-Polizisten und andere
Als die DDR noch existierte, gab es 27 Zusatzversorgungssysteme für einzelne Berufsgruppen. Anspruch auf die Sonder- und Zusatzrenten haben Ex-Mitarbeiter von Armee oder Polizei sowie unter anderen damalige Pädagogen, Ingenieure, Wissenschaftler oder Ärzte.
Im Jahr 2023 brachten die ostdeutschen Länder für die Zusatz- und Sonderrenten der DDR nach Zahlen aus Sachsen-Anhalt rund 2,68 Milliarden Euro auf.