BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht grenzt sich von Rechtsextremisten in der AfD ab, hält sich aber eine künftige Unterstützung von Anträgen der Partei offen. «Wir haben immer gesagt, dass wir nicht mit Herrn Höcke koalieren», sagte die ehemalige Linke-Politikerin der «Berliner Zeitung». Rechtsaußenpolitiker Björn Höcke ist AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen. In Sachsen und Brandenburg, wo ebenfalls ein neuer Landtag gewählt wird, «gibt es genug Leute aus seinem Lager», sagte Wagenknecht.
Die Parteichefin sagte über Höcke: «Ich brauche nicht den Verfassungsschutz, um zu erkennen, dass die völkische Blut-und-Boden-Ideologie, die Höcke und sein Flügel vertreten, rechtsextrem ist.» Der Verfassungsschutz in Sachsen und in Thüringen stuft die AfD in beiden Ländern jeweils als gesichert rechtsextrem ein, in Brandenburg ist die AfD ein rechtsextremistischer Verdachtsfall des Landesverfassungsschutzes. Die Parteiströmung «Flügel», bei dem Höcke ideologische Führungsperson war, ist inzwischen offiziell aufgelöst.