Die SPD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Sachsen sind bereit zur Sondierung für eine mögliche Regierungskoalition mit der CDU. Der SPD-Landesvorstand stimmte in Dresden einer Empfehlung der fünfköpfigen Verhandlungsdelegation zu. 15 Vorstandsmitglieder votierten bei je zwei Nein-Stimmen und Enthaltungen für eine Sondierung, teilte die Partei mit.
Dem Votum gingen mehrere sogenannte Kennenlerngespräche zwischen den potenziellen Partnern voraus. Auf Seiten der SPD hatten neben den beiden Parteivorsitzenden Kathrin Michel und Henning Homann die beiden SPD-Mitglieder der alten Regierung - Sozialministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig - sowie Fraktionschef Dirk Panter teilgenommen.
Köpping, die als Spitzenkandidatin der SPD zur Landtagswahl antrat, hatte sich nach den Gesprächen anerkennend über den Umgang miteinander geäußert. «Bei allen ist das Bemühen sichtbar, dass wir dort gemeinsam etwas gestalten wollen. Ob das am Ende so kommt, wissen wir noch nicht.» Homann sieht in einer Mehrheitsregierung die beste Lösung, um Sachsen voranzubringen.