Schwerin (dpa) - Die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, Manuela Schwesig (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) haben die Bedeutung der erfolgreichen Welterbe-Bewerbungen beider Länder hervorgehoben. Die Aufnahme der Brüdergemeine Herrnhut und des Schweriner Residenzensembles in die prestigeträchtige Unesco-Welterbeliste zeuge von einem großen bürgerschaftlichen Engagement für den Erhalt von Bauten und Traditionen und dem unbeirrbaren Glauben an den Erfolg. «Das ist eine Auszeichnung für das, was schon passiert ist. Jetzt liegt es an uns, das weiter zu bewahren und weiterzuentwickeln», sagte Schwesig.
Zum Auftakt des Treffens mit ihrem sächsischen Amtskollegen hatten beide das Schweriner Schloss besucht, Kernstück des Residenzensembles. Auch Kretschmer hob die Leistung der Initiatoren der Welterbe-Bewerbungen hervor. «So muss das sein. Nicht par ordre du mufti von oben. Sondern eine Geschichte, die von den Menschen einer Region oder einer Stadt gelebt und gewollt wird», sagte der CDU-Politiker. Mehr als 1200 Welterbestätten würden das Gedächtnis der Menschheit repräsentieren. «Und Schwerin und Herrnhut gehören dazu. Ist das nicht der Hammer?», sagte Kretschmer unter dem Applaus der zu dem morgendlichen Empfang im Burggarten geladenen Aktiven der Schweriner Welterbe-Bewerbung.