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Mehr extremistische Straftaten in Sachsen

Die Behörden in Sachsen registrieren eine starke Zunahme extremistischer Straftaten. (Symbolbild)  / Foto: Christoph Reichwein/dpa
Die Behörden in Sachsen registrieren eine starke Zunahme extremistischer Straftaten. (Symbolbild) / Foto: Christoph Reichwein/dpa

Mehr neue Extremismus-Fälle und eine sinkende Aufklärungsquote: Die Ermittler in Sachsen haben alle Hände voll zu tun.

Die Behörden in Sachsen haben im vergangenen Jahr mehr extremistische Straftaten registriert. Im vergangenen Jahr übernahm das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen 1.449 neue Verfahren - 253 mehr als im Jahr zuvor, wie eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag ergab. 2024 waren es 1.196 Fälle. Im LKA ist dafür das Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) zuständig. Zuerst hatten die «Sächsische Zeitung» und die «Leipziger Volkszeitung» darüber berichtet. 

Mehr neue Verfahren als erledigte Fälle

«Der Zustrom neuer Fälle ist inzwischen höher als die Zahl der Verfahren, die das PTAZ bislang abschließen kann: 2024 wurden 623 Ermittlungen beendet, 2025 waren es 738», erklärte die Abgeordnete Juliane Nagel (Linke), die die Zahlen regelmäßig im Parlament abfragt. Dabei sei die Aufklärungsquote leicht gesunken, von rund zwei Dritteln auf zuletzt 63 Prozent. Als aufgeklärt gilt jeder Fall mit einer tatverdächtigen Person, unabhängig vom späteren juristischen Ausgang.

Laut Statistik übernahm das PTAZ 759 offene Verfahren mit ins neue Jahr, gut hundert mehr als Anfang 2024. In 266 Fällen (35 Prozent) laufen die Ermittlungen bei der Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex), die auf Straftaten aus dem rechten Spektrum spezialisiert ist. 17 Fälle (sechs Prozent) liegen in der Verantwortung der Sonderkommission Linksextremismus.

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