Linken-Politiker der Kohle-Länder haben dem Bund Versäumnisse bei der Überprüfung des laufenden Strukturwandels vorgeworfen. In einem gemeinsamen Positionspapier forderten fünf Linke-Fraktionen am Sonntag mehr Bürgerbeteiligung, präzisere Förderbedingungen zugunsten nachhaltiger und tarifgebundener Industriearbeits- und -ausbildungsplätze sowie eine dezentrale Energieerzeugung mit Stärkung der Kommunen. Zu den Unterzeichnenden gehören Linke-Fraktionen aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und für Nordrhein-Westfalen die Fraktion aus dem Kreistag Rhein-Erft.
Hintergrund ist das 2020 verabschiedete «Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen» mit dem Kernstück «Investitionsgesetz Kohleregionen». Es sieht eine gesetzlich vorgeschriebene Evaluierungsfrist bis zum 30. Juni vor. Bis dahin soll der Strukturwandel in den Kohlerevieren mit Fokus auf Wertschöpfung, Arbeitsmarktsituation und das kommunale Steueraufkommen auf den Prüfstand gestellt werden. Federführend ist das Bundeswirtschaftsministerium.