Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat den ostdeutschen Bundesländern einen Aufschwung durch die Energiewende prognostiziert. Die Länder seien im Vorteil, weil dort viele dynamische und zukunftsgerichtete Unternehmen ansässig seien, sagte Altmaier am Dienstag beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow.
Er sei davon überzeugt, dass in drei oder vier Jahren nicht mehr die Rede von einer Aufholjagd des Ostens sei, sagte Altmaier. «Sondern die Stimmung wird dann sei: «Die westlichen Bundesländer müssen sich mal auf den Hosenboden setzen und sich stärker anstrengen, um nicht völlig abgehängt zu werden»», sagte Altmaier.
Als Beispiel nannte er die Autoindustrie, die ursprünglich typisch westdeutsch gewesen sei und sich jetzt schnell verändere. «Schon jetzt kommt jedes siebte in Deutschland produzierte Auto aus einer ostdeutschen Fabrik», sagte der CDU-Politiker. Der Anteil werde wegen der E-Fahrzeuge weiter zunehmen - VW produziere Autos mit Elektroantrieb in Zwickau, BMW in Leipzig und in Brandenburg komme das neue Tesla-Werk hinzu. Dass sich das Unternehmen von Elon Musk in dem ostdeutschen Bundesland ansiedele, liege auch an der brandenburgischen Bereitschaft zum Service und zu unbürokratischen Lösungen, lobte Altmaier.